Montag, 19. November 2012

Kapitelübergreifende Fragen

Wie versprochen habe ich einige elementare Fragen rund um das Social Media Marketing zusammengetragen. Viel Erfolg beim Lernen!


Zusätzlich gibt es natürlich noch die Aufgaben in der Social Media Fanclub Gruppe auf Facebook. http://www.facebook.com/groups/smmfanclub/files/

Was steckt hinter der Bezeichnung Cluetrain PR?
Cluetrain-PR stellt einen interaktiven Kommunikationsstil dar in dem Unternehmen oder private Personen  untereinander innerhalb ihrer Interessengemeinschaft auf einer Ebene durch Zuhören, Interaktion und Kolloboration kommunizieren .Der Mensch wird hierbei als Ganzes gesehen mit seinen vielfältigen Interessen. 
Zusatz: 
In der digitalisierten PR fungiert das Web v.a. als zusätzlicher Distributionskanal, um Informationen in Form von Zahlen, Daten und Fakten abzubilden und eigene Anliegen und Interssen transparent zu machen. Der Kommunikationsweg verläuft einseitig vom Sender zum Empfänger.
In der Internet-PR werden individuelle Meinungen und Vorschläge des Empfängers in die Komunikation einbezogen mit dem Ziel, ihn dadurch von Produkten, Meinungen etc. zu überzeugen, ihn für sich zu gewinnen und einbinden zu können.


Welche Strukturen kann man im Unternehmen in Bezug zu Social Media Implementierung vorfinden?
In der Dezentralen Struktur gibt es keine Koordination der Aktivitäten im Unternehmen. Bei der Zentralisierten Organisation hat eine Abteilung die Führung und gibt an, wie der Rest zu agieren hat. Beim Prinzip Nabe&Speiche bilden die Verantwortlichen ein Gremium ohne Entscheidungsgewalt, um den Austausch von Ideen, Infos und Erfahrungen zu fördern. Im Modell der mehrfachen Nabe&Speiche stimmen mehrere autonome Unterorganisationen Ziele und Vorgehensweisen untereinander ab für einen koordinierten Auftritt. In einer holistisch ganzheitlichen Orgastruktur ist der souveräne Umgang mit Social Tools im Social Web fest in der Unternehmenskultur verankert.

Was kennzeichnet den vormedialen Raum?
Der vormediale Raum ermöglicht eine öffentliche Wahrnehmung von Themen unabhängig von den klassischen Medien und professioneller Kommunikation (Journalisten, Agenturen) z.B. über Blogs, Facebook oder Twitter zur vielfachen Verlinkung.

Welche Krisenarten können im Social Web auftreten?
Zur Einschätzung einer krisenhaften Entwicklung gibt es die klassische Reputationskrise (Verlauf der Präsenz wie in klassischen Medien), den Social-Media-Aufreger "Brouhaha" (Verlauf einer schnell aufkommenden, erregten Diskussion) und die Social-Media-Resonanzkrise (Verlängerung der Krise durch Verstärkung der unterschiedlichen Medien). 

Welche üblichen Abschnitte zu Kommentarrichtlinien sind in einer Social Media Guideline zu finden? 
1. Präambel = Erläuerung zu Sinn/Zweck de Kommentarrichtilinie; 
2. Umgangsformen = verständliche Beschreibung des erwünschten Umgangs miteineander (Netiquette);
3. Vergehen: Unerwünschte Inhalte/Verhalten wird deutlich benannt;
4. Konsequenzen = Erklärung der Schritte bei Verletzung der Richtlinien  

Zusatz: 
SM Guidelines geben Mitarbeitern einen Verhaltensrahmen und Orientierung für einen selbstbewussten Umgang mit SM. Sie sorgen für ein Mindestmaß an Wissen und nehmen ihnen möglich Ängste im Umgang mit SM. Meist sind diese Guidelines Bestandteil eines Arbeitsvertrags und haben somit eine disziplanrische Dimension.

Auf welche Arten wird das Social Web genutzt?
Informationsmanagement = online verfügbare Infos können gefunden, bewertet, verwaltet werden;
Identitätsmanagement = User kann individuelle Aspekte im Internet darstellen; 
Beziehungsmanagement = Kontakte können abgebildet, gepflegt und neu geknüpft werden; 

Wie kann man innerhalb einer Unternehmung Wissen teilen und einheitlich verwalten?


Was besagt die Bezeichnung SLATES und in welchem Zusammenhang wird sie verwendet?
SLATES bezeichnet den Einsatz der Tools für eine SM Kampange: S Search= mit Suchfunktionalitäten können Infos gefunden werden , L Links = setzen Beziehungen zwischen Infos; A Authoring = jeder kann zum Autor werden; T Tags = werden als Schlagwörter von Nutzer vergeben u. klassifizieren Inhalte; E Extensions = an den Nutzer angepasste Darstellung  von Infos; S Signals = Benachrichtigung der Nutzer über Änderung von Infos.  

Welche Entwicklungsphasen gab es in Bezug zur Online PR?
 Im "Mitmachnetz" Web 2.0 stellen User Inhalte in Netz, bearbeiten diese, vernetzen sich vom Consumer zum Prosumer. Hierfür sind keine Programmierkenntnisse erforderlich, der eigene Rechner ist in die Cloud integriert mit offenen Programmierstellen
Im Business Web 2.0 wird mit interaktiver PR mit Hilfe von Text, Bild, Audio und Video anstelle klassischer PR gearbeitet; Sender und Empfänger wachsen zusammen; PR im SMM erstreckt sich von der Strategie bis zum Controlling; kommunizert wird ein Echtzeit;

Welche Merkmale gehören zu Word of Mouth (WOM) Marketing?
Direkte persönliche Kommunikation zwischen Konsumenten innerhalb eines sozialen Umfelds als positive oder negativ wertende Meinungsäußerung über Marken, Produkte, Dienstleistungen und Unternehmen

Welche sind die typischen Phasen eines Krisenverlaufs?
Vor-Krisenphase/Inkubation = leichter Anstieg des Volumens kritischer Beiträge zum Thema in den Medien; 
Hauptphase = hohe Medienaufmerksamkeit; Betroffener wird von Krise getrieben, kan nur noch reagieren anstatt agieren; 
Nach-Krisenphase = abflachendes Medieninteresse ist Krise medial ausgestanden; Betroffener hat schwierige Aufgabe, verlorenes Vertrauen zurückzugewinnen und angschlagene Reputation wiederherzustellen.  

Welche Notationen bei einem Tweet gibt es bei Twitter?
RT=Retweet; @ erwähnt einen Benutzer; D(M)=Direct Message; ^ = Namenszuweisung; # Hashtag vor dem Schlüsselwort

Welche bekannten Tools können für ein Monitoring eingesetzt werden?
RSS-Reader für Abo Feeds wichtiger Webseiten/Blogs; Blog-Suchmaschinen zum Finden interesanter Blogs; Twitter für Echtzeitmonitoring (Twingly, Twazzup); Foren-Suchmaschinen; Meta-Suchmaschinen; Facebook (Gefällt mir-Klicks, Kommentare, Teilen)

Was macht ein Kommunikationskonzept im Unternehmen aus?

Welche Handlungsempfehlungen leiten sich aus der Groundswellmethode ab?
1. Zuhören 2. Sprechen 3. Aktivieren 4. Unterstützen 5. Einbinden

Welche Kanäle gehören laut Conversation Prism zu den Social Networks?
Facebook, Google+, StudiVZ, Lokalisten

Was sollte bei Social Media Kampagnen möglichst immer im Vordergrund stehen?
Der Mensch/Kunde/Zielgruppe sollte bei jeder SMM Kampagne immer im Vordergrund stehen.
Zuhören ist daher der Startpunkt allen Tuns neben Authentizität, Dialogfähigkeit und Interaktion.

Welche Internet-Charakteristik spricht für ein kommendes Web3.0?
Im sogenannten semantischen Web 3.0 werden Infos nach ihrer Bedeutung klassifiziert. Bereits heute legen User Werbeeinträge mit Tags(Schlagworten) online ab, kennzeichnen unangemessene Inhalte, heben für Sie wichtige Inhalte hervor. Mit RSS-Feeds werden Inhalte der Wahl zusammengestellt.  

Wie kann man die Regel 90-9-1 deuten?
90% der User im Web sind Beobachter, 9% kommentieren und nur 1% betreibt eine eigene Website und verfasst Berichte.

Wie können Unternehmen negative Kommentare vermeiden?
  1. Integres Handeln des Unternehmens fördern
  2. Intern über die Auslöser von negativen Kommentaren bis zu Shitstorms aufklären
  3. Projektionsflächen minimieren durch klare Profilierung des Unternehmens 
Welche Begriffe verbergen sich hinter der Bezeichnung POST?
POST beschreibt die Strategie zur Konzeption einer SMM Kampagne: 
P People = Ziegruppe definieren und ausfindig machen;
O Objective = Ziele ausarbeiten und konkretisieren;
S Strategy = Strategie evaluieren und Meilensteine einarbeiten
T Tools = Kanäle auswählen und Monitoring einführen 

Wie wirkt Storytelling in Social Media Kampagnen?
Kompetenz wird vermittelt durch attraktiv aufbereitete Infos und Vermeidung abgehobener /komplizierter Formulierungen (kurze Sätze, eine Aussage pro Satz; Verben halten den Satz im Fluß für eine anschauliche, bildhafte Sprache)
  Was besagt der Begriff Seeding innerhalb von Social Media Kampagnen?
Seeding = gezieltes Säen/Platzieren einer relevanten Botschaft in relevanten Netzwerken. Im  Online Viral Marketing z.B. Blogs, Foren, Portale oder Facebook/Twitter Accounts zur Suche und Diskussion . Ziel eines Seedings = Ansprache von Influencer, die Inhalte gerne in ihre sozialen Netzwerke weitertragen. Durch ein gezieltes, starkes Seeding wird die Grundlage für eine erfolgreiche virale Marketing Kampagne gelegt, um das Überschreiten der kritischen Masse zu erreichen, ab der sich eine virale Kampagne verselbständigt.
Eines der größten und wirkungsvollsten Seeding und Distributionsnetzwerke ist shareifyoulike.com

Welche Bedeutung hat ein Digital Resident?
Digital Resident stützt seinen Alltag weitgehend auf das Web. Er ist sehr stark interessiert am Austausch/Kontaktpflege und will gestaltend eingreifen. Fachlich ist er auf seinem Gebiet sehr profiliert und wird oft als Influencer gesehen. 
Zusatz: 
Digital Native wurde bereits ins digitale Zeitalter hineingeboren, ist mit den digitalen Medien aufgewachsen und bewegt sich im Web mit großer Selbstverständlichkeit durch die frühe Sozialisation mit der Online-Welt. 
Digital Visitor gehen nur kurz ins Web zur schnellen Suche aktueller Infos. Beziehungen werden zuerst Offline gestartet und danach im Social Web weitergeführt.  

Welche Tools gehören zum B2B Bereich im Social Web?
Xing, LinkedIn


Was sollte bei der Planung eines Live Events (z.B. Infoveranstaltung) zwingend berücksichtigt werden? 
  • Vorankündigung und Online Vermarktung des Events einige Wochen / Monate vor Termin;
  •  Einbindung des Publikums in Themen etc.
  • Vorstellung mit Portraits der Akteure
  • Gast Artikel und Videos vorab können eingepflegt werden 
  • Bereitstellung eines WLAN-Internetzugangs mit ausreichender Stromversorgung 
  • Kameras für Video und Fotos bereitstellen (Smartphones) für Livestreams
  • Laptop/Netbook mit Internetzugang für Präsentation vorbereiten
  • Vorbereitung eines Blogs, Livetickers, Chats etc. 
Was kann eine Facebook Fanpage bieten?

Was kennzeichnet typische Product Sampling Plattformen (BUZZ Marketing)?

Was grenzt Interaktivität von Interaktion ab?
Interaktivität = Wechselbeziehung beim Austausch von Infos; im Social Media ist dies Beziehung zwischen Mensch und Computer;
Interaktion = wechselseitige Kommunikation von Systemen /Akteuren; im Social Media ermgöglicht sie einem User Eingriffs- und Steuerungsmöglichkeit;
  Was bedeuten die Begriffe strong bzw. weak ties?
Strong Tie = starke Verbindungen ,it gemeinsamen Erfahrungsschatz, emotionaler Bindung und gegenseitigem Vertrauen = Familie, Freunde;
Weak Tie = schwache, lockere Verbindung  eröffnen Zugang zu Infos jenseits sozialer Grenzen v.a. in beruflichen Netzwerken bei InfoAustausch und für ökonomische Chancen

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